Aktuelles

Das Krippenspiel in Gebärdensprache

Zur Zeit wird in allen Bereichen der Paulinenpflege Winnenden Weihnachten gefeiert. Besonders eindrücklich war die Weihnachtsfeier für die älteren Menschen mit Behinderungen in den „Wohnangeboten Behindertenhilfe“. Der Höhepunkt war das Krippenspiel, das auch in Gebärdensprache übersetzt wurde. In den Hauptrollen: Viele Bewohnerinnen und Bewohner, die schon seit vielen Jahrzehnten in der Paulinenpflege leben und dort ihre Heimat gefunden haben. Sehen Sie hier Impressionen von der Weihnachtsfeiern im Gottesdienstraum im Stadtbereich Winnenden.

  • Das Krippenspiel in Gebärdensprache
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Und damit wünschen wir Ihnen frohe Weihnachten!


Wollschwein-Grunzen und Posaunenklänge

KUHler Bio-Weihnachtsmarkt auf dem Paulinenhof verzaubert Besucher aus Nah und Fern mit einem ganz besonderen Flair

Schon am Eingang des Paulinenhofs wurden die Besucher am 2. Advent mit einem fröhlichen Grunzen begrüßt: Das Wollschwein-Ehepaar Emma und Eberhard sind das Begrüßungskomitee des KUHlen Bio-Weihnachtsmarktes auf dem landwirtschaftlichen Betrieb der Paulinenpflege Winnenden. Und schon ist man mittendrin im weihnachtlichen Geschehen: Der Hof ist geschmückt mit vielen kleinen und größeren Ständen und Buden und verzaubert mit einem ganz besonderen Flair. Vieles kommt aus der Paulinenpflege selbst – so haben sich die Beschäftigten und Bewohner des Paulinenhofs ins Zeug gelegt: Sie verkaufen an ihrem Stand stolz weihnachtlichen Schmuck, der seit Monaten selbst gebastelt wurde. Ein absoluter Renner ist auch das Quittenbrot, das ebenfalls von den Bewohnern und Betreuern hergestellt wurde.

Während die Jüngsten beim Ponyreiten den neuen Reitplatz des Paulinenhofs ausprobieren oder an der lebendigen Krippe Ochs, Esel und Schafe bestaunen, schlendern die Eltern mit einer Tasse Bio-Glühwein und frischen Salzkuchen aus dem Holzbackofen über den Hof oder wärmen sich am großen Kommunikationsgrill, an dem die hofeigene Rote selbst gegrillt werden kann. Wichtig ist Hofleiter Dietmar Oppenländer, dass sich die Gäste wohlfühlen und das genießen, was der Paulinenhof zu bieten hat: „Wir freuen uns, dass wir für viele ein adventlicher Treffpunkt geworden sind. Schon im Herbst haben viele Hoflädles-Kunden gefragt, wann der Weihnachtsmarkt wieder seine Stände öffnet.“ Nicht nur die Kunden aus dem Rems-Murr-Kreis feiern mit, einige Besucher sind sogar aus Erlangen oder München angereist.

Die Freude über die vielen Gäste ist nicht nur auf die Mitarbeiter des Hofs beschränkt: „Unsere Beschäftigten waren voller Begeisterung dabei, als wir den Weihnachtsmarkt vorbereitet haben. Für sie ist es etwas ganz Besonderes, wenn viele Menschen auf den Paulinenhof kommen und sich für ihre Heimat und ihren Arbeitsplatz interessieren“, erzählt Dietmar Oppenländer. Insgesamt 30 Menschen mit Behinderungen arbeiten inzwischen auf dem Bauernhof, der formal eine „Werkstatt für behinderte Menschen“ und zugleich ein Bioland-Betrieb ist. Daher gibt es auf dem etwas anderen Weihnachtsmarkt auch nur ausschließlich Bio-Kost.

Auch die anderen Bereiche der Paulinenpflege waren vertreten. So haben der Bildungspark, in dem junge behinderte Menschen auf das Arbeitsleben vorbereitet werden und das Berufsbildungswerk mit hörgeschädigten Azubis einen großen begehbaren Stand gebaut, in dem viele originelle Geschenkideen gekauft werden können. Auch die Korbflechterei der „Backnanger Werkstätten“ hat sich einiges einfallen lassen. Um das Repertoire noch zu erweitern, kommen von außerhalb der Paulinenpflege u.a. florale Deko-Ideen, Töpferei- und Schaf-Produkte.

Während der Posaunenchor Hertmannsweiler „Jingle Bells“ zum Besten gibt, verteilt der Hof-Nikolaus kleine Überraschungen und sorgt besonders bei den ganz Kleinen für große Augen. Am Ende des Tages sind Dietmar Oppenländer und sein Hofteam mehr als zufrieden: „Wir haben allen Grund, dankbar zu sein für diesen schönen Tag. Es haben viele mitgearbeitet, damit der Weihnachtsmarkt zu dem geworden ist, wie ihn viele erlebt haben: Eine kleine Oase im oft hektischen Weihnachtstrubel“.

Auch nächstes Jahr gibt es wieder einen Weihnachtsmarkt in der Paulinenpflege, dann auf der Burg Reichenberg bei Oppenweiler.


Boxweltmeisterin Özlem Sahin ist Patin des Boxprojektes des Jugendhilfeverbundes

Sie ist klein. Und schlank. Und leicht. Und Boxweltmeisterin. Neuerdings ist die schwarzhaarige Miniaturatlethin Patin des Boxprojektes des Jugendhilfeverbundes der Paulinenpflege Winnenden.

Wer Özlem Sahin zum ersten Mal sieht vermutet nicht, dass die zierliche Frau eine Profi-boxerin ist. Tatsächlich hat sie aber schon Sportgeschichte geschrieben. Im Juni 2010 kämpfte sie in Istanbul den ersten weiblichen Profikampf insgesamt. Im Juli 2011 fuhr sie ihren größten Erfolg ein: In der Göppinger EWS-Arena (vorher Hohenstaufenhalle) besiegte sie die bisherige Weltmeisterin im Halbfliegengewicht die Rumänin Corina Carlescu. Seitdem ist Özlem Sahin selbst Weltmeisterin in dieser Gewichtsklasse bis 48 Kilogramm. Der Weltmeisterschaftskampf wurde von der „Women´s International Boxing Federation“ ausgetragen. In diesem Verband hat auch Regina Halmich ihre Weltmeistertitel erworben.

„Einfach genial, dass sie nun bei uns mit macht“, sagt Oliver Dentz, der Leiter des Boxprojektes der Paulinenpflege. Er trainiert Jung – und auch einige wenige Mädchen – vom Jugendhilfeverbund in dieser Sportart. „Ausdauer, Disziplin und Ehrgeiz, das lernen die Jungs in unserem Boxtraining“ sagt er. Boxen ist auch im Jugendhilfeverbund eine Sportart mit klaren Regeln. „Wer meint, er könne hier einfach rumschlägern, oder wer gar etwas vom Gelernten außerhalb des Boxringes anwendet, der fliegt sofort raus“, so Oliver Dentz. Özlem Sahin wird etwa einmal im Monat mit den jungen Männern und Frauen im Jugendhilfeverbund trainieren. Umgekehrt werden Jugendliche aus dem Jugendhilfeverbund bei Wettkämpfen von Özlem Sahin dabei sein.

„Besser als an Özlem kann man nicht zeigen, dass man mit Fleiß und Ausdauer erfolgreich sein kann“, betont Oliver Dentz. Denn die Karriere der 35jährigen Deutsch-Türkin kann sich sehen lassen, und zwar keineswegs nur in sportlicher Hinsicht. Im Alter von 11 Jahren kam sie mit ihren Eltern aus der Türkei nach Deutschland. „Ich sprach damals kein Wort Deutsch“, berichtet sie rückblickend, „aber durchgeboxt habe ich mich schon damals“. Ihren Hauptschulabschluss erwarb sie mit sehr guten Noten. Es folgte eine Ausbildung bei Bosch als Kunststoffformgeberin. Berufsbegleitend absolvierte sie die Abendschule der IHK zur Technischen Fachwirtin. Heute ist sie für die Verpackungsplanung des gesamten Boschwerkes in Waiblingen verantwortlich. Gleich zu Beginn ihrer Patenschaft kam ihre Position in der Firma Bosch einem jungen Mann aus dem Jugendhilfeverbund zugute: Mit ihrer Hilfe fand er einen Praktikumsplatz bei Bosch.
Oliver Dentz: „Özlem Sahin ist das optimale Vorbild im Jugendhilfeverbund. Sie kam unter schwierigen Bedingungen nach Deutschland, war Hauptschülerin und ist jetzt sehr erfolgreich. An ihr sehen unsere Jungs und Mädels, was man mit Disziplin erreichen kann.“


Paulinenpflege-Residenz jetzt mit Fahne

Seit Anfang August weht im Burggarten vor der Burg Reichenberg bei Oppenweiler endlich eine eigene PP-Fahne. Nach einigen Wochen Bauarbeiten konnte nun der Fahnenmast eingeweiht werden. Während Jörg Danner aus der Abteilung „Bau und Technik“ feierlich die Trompete blies, zog Wohnheim-Mitarbeiter und Burgführer Wolfgang Schneider die Fahne in die richtige Position.

Nun sieht der geneigte Burg-Besucher beim Burg-Café, beim „Tag des Schwäbischen Waldes“ oder auch beim Burg-Weihnachtsmarkt schon von weitem, dass hier die Paulinenpflege Winnenden mit über 20 Bewohnerinnen und Bewohnern „residiert“. Selbst vom Rewe-Parkplatz aus in Oppenweiler ist die weiße Fahne noch zu sehen.


In der Wohnschule das richtige Leben proben

10 erfolgreiche Absolventen aus den Wohnangeboten Behindertenhilfe bekommen eine Urkunde überreicht

Kurz vor den Sommerferien halten die zehn Absolventen der Wohnschule der Paulinenpflege Winnenden e.V. stolz ihre Urkunde in der Hand. „Ich hab bestanden!“ freut sich die 42-jährige Manuela, die auf dem Paulinenhof wohnt und arbeitet. Für sie und die anderen Teilnehmer des einjährigen Seminars, die alle in den „Wohnangeboten Behindertenhilfe“ leben, war die Wohnschule ein wichtiger Lebensabschnitt, um auszuprobieren und zu lernen, was es bedeutet, völlig selbständig oder mit nur noch wenig Assistenz zu leben. Jetzt darf bei der Urkundenübergabe gefeiert werden!

Es ist bereits der 7. Jahrgang der Wohnschule, der nun erfolgreich abgeschlossen wurde. Tobias Janouschek, Abteilungsleiter in den „Wohnangeboten Behindertenhilfe“ und Leiter der Wohnschule über das Konzept: „Unsere Bewohner sollen durch den Unterricht, der einmal pro Woche nachmittags stattfindet, ein größeres Selbstbewusstsein bekommen und ausprobieren, was es heißt, nicht mehr auf der Wohngruppe, sondern in einer eigenen Wohnung zu leben. Am Ende der Wohnschule können sie dann besser entscheiden, ob sie in der bisherigen Wohngruppe bleiben oder eine selbständigere Wohnform anstreben wollen.“

Bunt und vielfältig wie das richtige Leben sind auch die Themen der Wohnschule. Die Referenten kommen nicht nur aus der Paulinenpflege, sondern auch von außen und es wird auch nach draußen gegangen. Thematische Schwerpunkte der Wohnschule sind „Hauswirtschaft und Kleiderpflege“ ebenso wie „Kommunikation“ sowie die Grundlagen für das „Ambulant betreute Wohnen“ wie „Wohnungssuche, Mietvertrag, persönliches Budget und Hilfeplan“. Bei allen Themen spielt auch die Praxis eine große Rolle. Um auszuprobieren, was denn eine Wohnungseinrichtung kostet, steht z.B. ein Besuch bei IKEA auf dem Programm. Vertreter der Bank erklärten die Abläufe bei der Kontoeröffnung und Kontoführung. Auch die Polizei war bei den Wohnschülern, um die Regeln im Straßenverkehr ganz praktisch zu vermitteln.

Im Lauf der letzten Jahre „Wohnschule“ wurde das Konzept immer wieder überarbeitet. Tobias Janouschek erklärt: „Als wir mit der Wohnschule angefangen haben, stand gerade für unsere gehörlosen Bewohner noch das Fax im Mittelpunkt. Inzwischen geht es immer mehr um die Kommunikation per SMS oder auch im Internet. Dabei stellen wir nicht nur die Möglichkeiten der neuen Technik vor, sondern zeigen auch die Gefahren auf.“ Immer wichtiger wird auch der Umgang mit Partnerschaft und Sexualität bei Menschen mit Behinderungen.

In der Wohnschule der Paulinenpflege wird also schon mal das richtige Leben geprobt. Die Entscheidung, was aus dieser Generalprobe wird, müssen die Bewohnerinnen und Bewohner der Paulinenpflege am Ende der Wohnschule selbst treffen. Schließlich geht es um ihr Leben!


Vom Dunkelcafé in die Sonne - Rekordzahlen beim Jahresfest 2011 der Paulinenpflege

Wenn die Paulinenpflege Winnenden zum Jahresfest einlädt, dann kommen viele Besucher aus ganz Deutschland auf das BBW-Gelände in Winnenden-Schelmenholz. Die "Winnender Zeitung" berichtete am 27.06.11 über diese ganz besondere Sommer-Veranstaltung. Den ausführlichen Bericht können Sie hier als pdf-Datei downloaden und lesen!


Wenn Kinder hören und die Eltern gehörlos sind

„KODA“ bietet Hilfe und Stärkung der Familien

KODA kommt aus dem Englischen und ist die Abkürzung für „Kids of deaf adults“. Die Übersetzung heißt einfach Kinder von gehörlosen Eltern. Es gibt auch den Begriff CODA – der steht für erwachsene Kinder von gehörlosen Eltern. Die Paulinenpflege Winnenden setzt sich nun landesweit für eine gute Begleitung der Familien ein. Uwe Jansch, Regionalbeauftragter im Jugendhilfeverbund, sieht das in der Geschichte der Paulinenpflege Winnenden und ihrer Doppelkompetenz in der Jugendhilfe und in der Gehörlosenarbeit begründet.

Die Paulinenpflege wurde als evangelische Einrichtung bereits 1823 aus der Hungerkatastrophe heraus mit einem „Rettungshaus“ für 11 Kinder in Winnenden gegründet. Bereits im Januar 1824 nahm sich der damalige Pfarrer und Gründer Magister Jakob Friedrich Heim der Arbeit mit Taubstummen an. Nach 188 Jahren gehören zur Paulinenpflege Winnenden der Jugendhilfeverbund und die Gehörlosenarbeit im Berufsbildungswerk und den Backnanger Werkstätten. Die Ausbildung in der Deutschen Gebärdensprache wird auf vielen Ebenen angeboten. Vom Berufskolleg Gebärdensprache, über Kurse für die Mitarbeiterschaft bis zum Sitz des Deutschen Gebärdensprachinstitutes ist die Kompetenz in Winnenden gegenwärtig.

Für Uwe Jansch war die Gebärdensprachkompetenz und das sozialpädagogische Know-How in der Kinder- und Jugendhilfe, die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in vielen Städten Baden-Württembergs in Personalgestellung zur Verfügung stellt, die Basis für KODA. Für ihn war es nur eine Frage der Zeit, dass aus Problemstellungen in der (ambulanten) Jugendhilfe der Ruf nach gebärdensprachkompetenten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern kam. Die bereits vor Ort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der diakonischen Einrichtung sind vom Bodensee bis Heidelberg zu finden. Diese Präsenz soll nun mit dem Projekt KODA genutzt werden.

KODA setzt sich für die Verbesserung der Situationen in Familien mit gehörlosen Eltern ein. Das heißt konkret, dass die Ausbildung in Gebärdensprache für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter verstärkt wird. Damit wird die Kommunikation fließender und genauer. „Das ist bei Behördengängen und auch im Alltag extrem wichtig.“, weiß Uwe Jansch aus vielen Beispielen zu berichten. „Gerade hörende Kinder müssen in ihrer Dolmetscherrolle entlastet werden. Diese nehmen sie oft viel zu früh und viel zu verantwortungsbeladen ein. Da übersetzt ein 9-jähriger auf dem Amt für seine Eltern und nimmt auch noch die Pflichten und das Zuständigsein mit nach Hause. Wir brauchen Sensibilisierung für das Problem und einfach mehr Menschen, die die Gebärdensprache können.“
Uwe Jansch denkt neben der verstärkten Aus- und Weiterbildung in der Deutschen Gebärdensprache auch daran, Workshops für die Familien möglichst landesweit anzubieten. Ihre speziellen Probleme sollen erkannt und gezielt bearbeitet werden. Dazu gehört die altersgemäße Gruppenarbeit und Kinderbetreuung während der Seminare. Ziel dabei ist für den Bereichsleiter der Paulinenpflege auch, dass lokal-regionale Netzwerke zwischen Trägern, Sozialarbeitern und Familien entstehen. Nach Ablauf der „Starthilfe“ des KODA-Projektes sollen selbstorganisierte Gruppen die KODA/CODA-Familien unterstützen.

Die besonderen Probleme werden in der sozialpädagogischen Familienhilfe von den Kostenträgern nicht berücksichtigt. Da geht es lediglich um die Erledigung genau definierter Einzelfallhilfe in den Familien. Auch in der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen ist die spezielle Hilfe, Beratung und Begleitung der Familien mit hörenden Kindern und gehörlosen Eltern nicht berücksichtigt. Darum springt die Paulinenpflege Winnenden ein und übernimmt diese Aufgaben, die nicht über die öffentliche Hand finanziert werden. Diese Unterstützung kann jedoch nur mit Spenden geleistet werden.

Spenden bitte unter dem Verwendungszweck „KODA“ auf das Konto der Paulinenpflege Winnenden, Nummer 15074502 bei der Kreissparkasse Waiblingen, BLZ 60250010. Möglichkeit zu weiteren Informationen und zur Kontaktaufnahme unter spenden@paulinenpflege.de.


Positive Bilanz bei der Mittagsbetreuung der Albert-Schweitzer-Schule

Eine durchweg positive Bilanz konnte der Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule in Schorndorf, Ludwig Augustin, zur Mittagsbetreuung an seiner Schule ziehen. Seit Schuljahresbeginn 2010/2011 werden nunmehr insgesamt 43 Kinder an drei Nachmittagen in der Woche betreut. Das entspricht jeweils zwischen 20 und 32 Kindern pro Mittag. Katrin Karstedt, Regionalleitung des Kooperationspartners Paulinenpflege Winnenden, sieht in der großen Nachfrage das Konzept der Mittagsbetreuung an der Schorndorfer Förderschule bestätigt.

Montags, dienstags und am Donnerstag gehen die Schülerinnen und Schüler nach der Schule gemeinsam zu Essen im Karlsstift oder in die Mensa des Burggymnasiums. Dies sei zum Teil ziemlich personalintensiv, da der Weg nach dem Vormittag in der Schule aber auch das Stillsitzen beim Essen manchen Kindern schwerfalle. Das regelmäßige, warme Essen sei für die Kinder sehr wichtig. Vor dem Angebot wären sie oft alleine in der Stadt nichts oder Fast Food essen gewesen.

Am Nachmittag werden dann unter Anleitung einer Sozialpädagogin und der Lehrerinnen der Schule Hausaufgaben gemacht. Viele Kinder bräuchten „freiwillig“ die ganze Zeit bis 15 Uhr dazu. Diese aber freuen sich, dass sie ab Abend zuhause Zeit zum Spielen und für die Familie hätten. Andere Kinder nutzen die Möglichkeiten zum Basteln, für Gesellschaftsspiele, zum Werken oder auch für Sport. Bei schönem Wetter ist der Spielplatz auf dem Schulhof bei den Kindern durchweg sehr begehrt.

Die Pädagoginnen sind sich einig, dass für die Kinder das Nachmittagsangebot sehr wichtig ist. Die Mahlzeiten, die betreute Mittagszeit, die Beschäftigung mit Spielen, Basteln oder Sport und natürlich auch die Unterstützung bei den Hausaufgaben wären gerade für Kinder, die die Förderschule besuchen, bedeutend. Die Nachfrage sei steigend.


Metzgerei Zieger übergibt „Tragetaschenschwein“ an die Taubblindenarbeit der Paulinenpflege
Spendenschwein fast so schwer wie ein kleines Spanferkel

Helmut Zieger freut sich, als er das „Tragetaschenschwein“ der Paulinenpflege Winnenden übergibt. In zehn Monaten sind aus den Spenden der Kunden für kostenlose Tragetaschen 275,23 Euro zusammen gekommen. Das getöpferte Schwein war prallvoll und schwer. Ganze 11,8 kg – soviel wie ein kleines Spanferkel - wog es, als es zum Schlachten in die Bank gebracht wurde. Das Geld kommt der Gartengestaltung im Taubblindenhaus in der Robert-Boehringer-Straße zugute. Die blinden und gehörlosen Bewohnerinnen und Bewohner wünschen sich in diesen Frühlingswochen ein spezielles Hochbeet, damit sie selbst Blumen und Küchenkräuter anbauen können.

Da wird dann mit den Händen die Erde befühlt, ganz vorsichtig werden Zwiebeln und Setzlinge eingebaut, Samen gesät, gegossen und das Wachstum mit den Fingern ertastet. Schließlich soll geerntet werden: so also riecht Petersilie und so schmeckt Schnittlauch. Mit den verbleibenden Sinnen kann die Welt erfahren und erlebt werden. Helmut Zieger hilft gerne: „Wir möchten bei der Arbeit für die Menschen mit Behinderungen mithelfen, und zwar dort, wo das Geld gerade dringend gebraucht wird!“. Zieger hofft zudem, dass er ein Zeichen setzen kann. Vielleicht finden sich Nachahmer, die mit Aktionen wie dem Tragetaschenschwein den guten Zweck vor Ort unterstützen, hofft der Winnender Metzger.


Mit neuer Ausbildung zum Hauptschulabschluss

Paulinenpflege Winnenden bietet für hör- und sprachbehinderte Menschen mit und ohne Hauptschulabschluss Ausbildung „Alltagsbetreuer“ an

Hörgeschädigte und sprachbehinderte Menschen jeden Alters können in der Paulinenpflege Winnenden ab dem neuen Schuljahr 2011/12 eine Ausbildung zum „Alltagsbetreuer“ machen. Das Besondere daran: Auch Menschen ohne Hauptschulabschluss können Alltagsbetreuer werden und haben mit dem erfolgreichen Abschluss gleichzeitig den Hauptschulabschluss in der Tasche. Hierbei handelt es sich um eine 2-jährige Berufsausbildung in der Berufsfachschule der Paulinenpflege. Pro Woche gibt es zwei Schultage und drei Praxistage.

Eingesetzt werden Alltagsbetreuer in Pflegeeinrichtungen, Sozialstationen, privaten Haushalten und in den Betreuungsbereichen der Behindertenhilfe. Es ist also ein Beruf, der sehr abwechslungsreich ist. Das beschreibt auch Kay Stampa, Abteilungsleiter der Berufsfachschule der Paulinenpflege, in der die Alltagsbetreuer beschult und ausgebildet werden so: „Alltagsbetreuer üben einen Beruf ganz nah am Menschen aus. Sie betreuen und begleiten Menschen mit Hilfebedarf und helfen bei Aufgaben im privaten Haushalt und in der Freizeit. Im Mittelpunkt stehen Hilfstätigkeiten für kranke, behinderte und alte Menschen. In diesem Aufgabenfeld gibt es sehr viele Entfaltungsmöglichkeiten.“ Zu den Aufgaben der Alltagsbetreuer gehören u.a. Einkaufen und Begleitung bei Einkäufen, Lesen und Vorlesen, Gespräche, Malen und Basteln. Spaziergänge und Ausflüge sowie Unterstützung im Umgang mit Behörden.

Unterrichtet wird der Beruf in kleinen Klassen, abgestimmt auf die Bedürfnisse von hör- und sprachbehinderten Schülern. Interessierte mit weitem Anfahrtsweg können im Internat in Winnenden wohnen. Voraussetzungen für die Aufnahme zur Ausbildung sind ausreichend deutsche Sprachkenntnisse, eine gesundheitliche Eignung und ein Praktikumsvertrag mit einer Einrichtung der Alten- oder Behindertenhilfe. Die Berufsfachschule ist bei der Suche nach einem Praktikumsplatz behilflich.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Sozialdienst der Berufsfachschule der Paulinenpflege: Vera Blocher, Tel. 07195 695-2285 oder eMail: vera.blocher@paulinenpflege.de . Den Flyer zur Ausbildung gibt’s auch zum Download im Internet: www.paulinenpflege.de/bbw/schulen


Chor des Berufskolleg Gebärdensprache in der "Stuttgarter Zeitung"

Lesen Sie hier den gesamten Bericht vom 29.01.11.

Mehr Informationen zum Berufskolleg Gebärdensprache erhalten Sie hier!


Weihnachtsglanz in der „Blauen Arche“

Christbaum und Schneeflocken bringen Menschen mit Behinderung in weihnachtliche Stimmung

Egal, wo man derzeit ein Gebäude der Paulinenpflege Winnenden betritt, überall glänzt und glitzert es: Die hauwirtschaftlichen Mitarbeiterinnen der diakonischen Einrichtung haben sich viel Mühe gegeben, damit die Kinder, Jugendlichen, Azubis und Menschen mit Behinderungen die festliche Zeit ganz feierlich erleben können. Die Weihnachtsdekorationen sind stimmungsvoll und in jedem Bereich der Paulinenpflege anders gestaltet.

So ist der Weihnachtsschmuck in der „Blauen Arche“ bei Winnenden-Hertmannsweiler besonders auf die Menschen mit Mehrfachbehinderung zugeschnitten. „Da unsere Bewohner neben einer starken geistigen Behinderung auch gehörlos sind, freuen sie sich über eine bunte und schon von weitem gut sichtbare Dekoration. Dies ist in den Wohngruppen und der Tagesfördergruppe wichtig, vor allem aber auch in den Gemeinschaftsräumen,“ erzählt Hausleiter Ralf Tumat. Und so hat Hauswirtschaftsleiterin Karin Wagishauser mit ihrem Team, teilweise sogar in ihrer Freizeit, auch im Speisesaal der „Blauen Arche“ ganze Arbeit geleistet. Von der Decke hängen große Schneeflocken aus Papier und Watte. Der Christbaum steht hinter den großen Glastüren im Freien für alle gut sichtbar auf der Terrasse. Dies hat einen guten Grund: „Unsere Bewohner würden den Christbaum nach und nach abräumen und abbauen, daher hatten wir die Idee mit dem Christbaum hinter Glas,“ erklärt Karin Wagishauser den Open-Air-Christbaum.

Der Einfallsreichtum kennt in der „Blauen Arche“ keine Grenzen und wird belohnt: Kurz vor 12 Uhr strömen die ersten Bewohner in den festlich geschmückten Speisesaal und man merkt ihnen an, dass sie sich hier sehr wohlfühlen, nicht nur, aber auch wegen der schönen Weihnachts-Dekoration. „Viele unserer Bewohner finden den Zugang zu Weihnachten nur über das Visuelle. Für sie ist der Weihnachtsschmuck das Zeichen, dass bald Weihnachten ist und es Geschenke gibt,“ sagt Hausleiter Ralf Tumat. In diesem Sinn: Frohe Weihnachten!


Weihnachtsmärchen auf der Burg Reichenberg

Auch bei nasskaltem Wetter strömen viele Besucher zum Burg-Weihnachtsmarkt der Paulinenpflege Winnenden

Das Wetter war am 3. Advent kaum märchenhaft, das tat der Atmosphäre beim außergewöhnlichen Weihnachtsmarkt der Paulinenpflege Winnenden in und um die 800 Jahre alten Gemäuer der Burg Reichenberg kaum einen Abbruch. Selbst bei teilweise strömendem Regen ließen es sich die Besucher aus Nah und Fern nicht nehmen, den steilen Fußweg von Oppenweiler auf die Burg Reichenberg auf sich zu nehmen. Oben angekommen, wurden alle für die Strapazen entschädigt.

Inzwischen gibt es sogar richtige Burg-Weihnachtsmarkt-Stammkunden, die jedes Mal dabei sind, wenn hoch über dem Murrtal Glühwein, Kinderpunsch und die berühmte Burg-Bratwurst angeboten werden. Aber nicht nur die leckere Verpflegung lockt die Besucher hinter dem warmen Ofen vor: „Der Weihnachtsmarkt auf Burg Reichenberg ist für mich Pflicht, weil es hier einfach gemütlich und rustikal zugeht. Auch die Geschenkideen sind hier etwas Besonderes“, erzählt eine Besucherin, die extra aus Fellbach angereist war.

Neben den Ständen mit vielen Produkten und Geschenkideen, die von behinderten Menschen in der Paulinenpflege hergestellt werden, sind ebenso die Burgführungen, die es auch in diesem Jahr für Erwachsene und extra auch für Kinder gab, ein echter Renner. Am 3. Advent ging es aber nicht nur um die Burggeschichte, sondern auch um die Menschen, die heute auf der Burg Reichenberg leben: Menschen mit Behinderungen, die von der Paulinenpflege Winnenden betreut werden. Wolfgang Schneider, Organisator des Weihnachtsmarkts und gleichzeitig Mitarbeiter im Wohnheim freut sich: „Es ist schön, dass unsere Bewohner durch den Weihnachtsmarkt Beachtung finden und viele Menschen, die die Burg bisher nur von außen gesehen haben, hinterher wissen, wer hier lebt.“

Noch verzauberter und wie aus einem Märchenfilm wirkten die alten Gemäuer nach Einbruch der Dunkelheit, bei der die Burg in einem Lichtermeer erstrahlte und für eine ganz außergewöhnliche Stimmung sorgte. Viele der Besucher wollten um 17 Uhr noch nicht aufbrechen und ließen den dritten Advent in der Burg-Kapelle bei der Adventsandacht ausklingen.


Besuch bei der Orchesterprobe der Bläserphilharmonie Rems-Murr

Eine sehr sinnliche Erfahrung konnte in diesen Adventstagen der taubblinde Arthur Mai erleben. Er besuchte eine Orchesterprobe der Bläserphilharmonie Rems-Murr in Backnang. Das Orchester hatte im Frühjahr bei einem Wohltätigkeitskonzert 1.200 Euro für die Taubblindenarbeit der Paulinenpflege Winnenden erspielt. Bei der Spendenübergabe sprachen Andrea Spinner und Heike Meier vom Vorstand die Einladung in eine Orchesterprobe aus. Die Menschen sollten die Musik der Bläserphilharmonie erfühlen können.

Arthur Mai probierte viele Instrumente aus. Er braucht für die Musik die Schwingungen und einen Resonanzboden. Deutlich wurde das bei den Röhrenglocken, der Tuba, dem Fagott, dem großen Becken oder auch dem Kontrabass. Besonders aufregend war für ihn, selbst die Tuba zu blasen und mit der Hand den tiefen Ton zu fühlen. Da der Sinn HÖREN fehlt, haben die gehörlosen Menschen „eigentlich“ keinen Zugang zur Musik. Aber wegen der positiven Erlebnisse mit dem Schall, dem Rhythmus, der Melodie und der entspannenden Wirkung wird immer wieder versucht, den Menschen Möglichkeiten zu eröffnen. So gibt es in der Paulinenpflege Winnenden eine Trommelgruppe, der auch Arthur Mai angehört. Darum war das große Becken für ihn bekannt – er trommelte mit den Händen und klatschte seinen Rhythmus. Mit der flachen Hand auf der Trommelhaut konnte er das Spiel des Orchesters nachspüren. Da gilt es wie in Herbert Grönemeyer´s Lied: „Er mag Musik, auch wenn er taub ist, wenn der Boden unter den Füssen bebt.“.

Arthur Mai ist taubblind – er ist gehörlos und hat auf dem rechten Auge nur ein kleines Restsehvermögen. Er lebt im Taubblindenhaus der Paulinenpflege Winnenden mit fünf weiteren betroffenen Menschen und arbeitet in den Backnanger Werkstätten. Arthur Mai braucht die besonderen Angebote der Taubblindenarbeit der Paulinenpflege Winnenden – wie zum Beispiel die Trommelgruppe, Besuche wie die Orchesterprobe oder auch die speziellen Kochkurse in der Küche des Berufsbildungswerkes. Er braucht die behutsame Begleitung und ist auf die Orientierung von anderen Menschen angewiesen. Er ist sehr neugierig auf neue Erfahrungen und wissensdurstig auf das noch nie Erlebte. Der 60-Jährige will aber auch ein möglichst selbständiges Leben führen. Die besonderen, sehr speziellen Angebote werden über Spenden finanziert.

Wer helfen möchte, kann an die Paulinenpflege Winnenden e.V., Konto 7001033 bei der Kreissparkasse Waiblingen, Bankleitzahl 60250010 unter dem Stichwort „Taubblindenarbeit“ spenden.


Riechen, Schmecken, Fühlen und Genießen

Taubblinde Menschen in der Paulinenpflege machen Kochkurs

Irgendetwas ist anders am Dienstagabend in der Zentralküche der Paulinenpflege Winnenden: Es wird zwar - wie sonst auch - eifrig gearbeitet und es duftet gut, aber statt der hörgeschädigten Koch-Auszubildenden des Berufsbildungswerks stehen Arthur, Marc, Rudolf und Stelios an den Kochtöpfen. Sie machen einen ganz besonderen Kochkurs. Vor Ihnen liegen Rezepte, die außergewöhnlich gestaltet sind: Im Vordergrund sind große Fotos, darüber mit einer Folie die Blindenschrift „Braille“ geklebt, von der die Zutaten für Cannelloni Bolognese abgetastet werden können.

Die vier „Lehrlinge“ sind taubblind, d.h. sie können nicht hören und sind blind bzw. sehr stark sehbehindert. Trotzdem arbeiten sie fast schon wie die Profis. Kursleiter und Koch Rosario Gozza, der normalerweise hör- und sprachbehinderte Jugendliche ausbildet, ist von Arthur, Marc, Rudolf und Stelios, die in den Wohnheimen der Paulinenpflege wohnen bzw. ambulant betreut werden, begeistert: „Ich bin überrascht, wie gut sich die taubblinden Menschen anstellen. Meine gehörlosen Azubis schneiden sich am Anfang der Ausbildung öfter mal in den Finger. Das ist diesen vier hier noch nie passiert!“

Und tatsächlich schneiden die Kursteilnehmer akkurat, schnell und sicher die Zutaten für das italienische Gericht, das heute am vierten Abend auf dem Fortbildungsplan steht. Wichtig ist, dass jeder taubblinde Bewohner seinen eigenen Arbeitsplatz in der Großküche hat und dort alles verlässlich steht und stehen bleibt. Immer wieder unterstützt Koch Gozza die vier Kochkurs-Teilnehmer. Besonders interessant ist die Kommunikation mit Marc, der völlig blind ist. Hier nimmt Rosario Gozza, der selbst schwerhörig ist, die Hand des „Lehrlings“ und führt mit dieser die Gebärde aus. Missverständnisse gibt es nicht, Marc führt sicher den nächsten Arbeitsschritt aus. Auch das Arbeitstempo überrascht: „Oft muss ich Marc eher abbremsen, weil er zu schnell und übereifrig ist,“ erzählt Gozza.

Über die Anfrage des Fachdienstes für Taubblindenarbeit in der Paulinenpflege hat er sich sehr gefreut: „Für mich war das was ganz Neues und eine echte Herausforderung mit Menschen zu arbeiten, bei denen gleich mehrere Sinne beeinträchtigt sind“. Sagt’s und läuft schon zum nächsten Kochkursteilnehmer und assistiert ihm, als hätte er noch nie was anderes gemacht. Mit dabei im Kurs ist auch Sigrid Andrä vom Taubblinden-Fachdienst der diakonischen Einrichtung, sie hatte gemeinsam mit ihrem Arbeitskreis die Idee, taubblinden Menschen in der Paulinenpflege, diesen Kochkurs zu ermöglichen. „Unser Ziel ist es, die Ressourcen, die unsere Bewohner mitbringen, weiter zu fördern und zu erhalten. Auch wenn sie nicht sehen und hören können, so sind andere Sinne besser ausgebildet wie riechen, schmecken und fühlen und die sind doch fürs Kochen ideal!“

Neben dem Kochkurs bietet Sigrid Andrä und ihr Team in der Taubblindenarbeit regelmäßige Einzelförderung im lebenspraktischen Bereich an, geht mit Bewohnern in die Stadt und macht dort mit ihnen ein Mobilitäts- und Orientierungstraining oder erlernt ihnen die spezielle Taubblindensprache, das Lormen. Ein echter Renner unter den Bewohnern in der Paulinenpflege ist auch der Gebärdenchor, in dem Lieder in Gebärdensprache vorgetragen werden und die Trommelgruppe, die auch bei verschiedenen Veranstaltungen außerhalb der Paulinenpflege kräftig einheizt.

Nach zwei Stunden stehen die Canelloni im Ofen und die Bewohner sind gespannt: Die vierte Einheit ist nämlich zugleich auch die letzte in diesem Kurs und somit freuen sich alle auf den festlichen Abschluss, bei dem das leckere Essen dann gemeinsam gegessen wird. Neben riechen, schmecken und fühlen ist in diesem Kurs nämlich auch das Genießen ganz wichtig. Eine Fortsetzung des Kochkurses ist bereits angedacht. Na dann: Guten Appetit!


Ein riesiges Wolkenloch über dem Paulinenhof

Trotz schlechter Wettervorhersage blieben Tausende Besucher auf dem landwirtschaftlichen Bioland-Betrieb der Paulinenpflege trocken

Selten wurde aufgrund der Wettervorhersage im Vorfeld des Paulinenhof-Fest so gezittert wie in diesem Jahr. Noch am Vortag hatte das Aufbau-Team des Paulinenhofs mit zusätzlichen Zelten vieles überdacht, damit die Besucher auch bei Dauerregen einen schönen Festtag genießen können. Daher wurden die Sonnenstrahlen und ersten Gäste am Sonntagmorgen beim Gottesdienst im Zelt mit dem Mitmachlied der Paulinenhof-Bewohner „Einfach spitze, dass Du da bist“ begeistert begrüßt. Passend zum Thema „Erntedank“ war die Bühne festlich geschmückt mit allem was die Schöpfung rund um den Paulinenhof zu bieten hat.

Nach dem festlichen Auftakt waren die Menschenmassen rund um die Landwirtschaft, Gärtnerei und die „Blaue Arche“ nicht mehr aufzuhalten. Gut gestärkt durch einen Bio-Ochsen, Chilli-Pfanne, Waffeln oder echt schwäbische Maultaschen konnten sich Jung und Alt am Riesen-Bungee-Trampolin oder in der Strohhüpfburg vergnügen. Besonders spannend war für viele wieder der Blick hinter die Kulissen der 30 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen – ob im Kuhstall, bei den Schweinen oder im Hühnerstall, am Tag der offenen Stalltüren waren ausnahmsweise mal mehr Menschen als Tiere im Stall. Hofleiter Dietmar Oppenländer freut sich mit seinen Beschäftigen über dieses Interesse: „Unser Leute sind immer ganz besonders stolz, wenn sie ihren Paulinenhof zeigen können und wie sie hier leben und arbeiten. Das Schöne am Hoffest sind die zahlreichen Begegnungen zwischen behinderten und nichtbehinderten Menschen. Hier fühlen sich alle sichtlich wohl!“ Auch die Wohnstätte „Blaue Arche“ für schwerstbehinderte Menschen, die nur wenige Meter vom Paulinenhof entfernt ist, hatte geöffnet und die Festgäste zur Führungen durch die Tagesfördergruppen und hausgemachter Kürbissuppe eingeladen.

Neben den Paulinenhof-Tieren gab es auch einige tierische Gäste: Die Rettungshundestaffel der Johanniter sorgte für großes Staunen. Die Hunde zeigten, welche Fähigkeiten sie haben, um Menschenleben zu retten. Einer der Hunde war sogar bereits bei einer Rettungsaktion nach einer Erdbebenkatastrophe im Einsatz. Gleich daneben sorgte die Spielstraße für Spaß und Spannung. „Hier kann ich meine Kinder einfach laufen lassen, ohne dass ich Angst haben muss, es passiert ihnen etwas. Wir genießen diese Freiheit rund um den Paulinenhof regelmäßig“ erzählt eine vierfache Mutter aus Allmersbach im Tal.

Ein weiterer Magnet ist das Bioland-Hoflädle, in dem die Produkte aus der Landwirtschaft und der BBW-Gärtnerei verkauft werden. Und nicht nur die Bio-Produkte ziehen die Kunden an. Eine Festbesucherin aus Berglen ist von den „Schaffern“ angetan: „Viele behinderte Menschen haben hier einen Arbeitsplatz gefunden und deren Arbeit unterstütze ich, indem ich herkomme. Das hier ist kein Laden wie jeder andere.“

Pünktlich als gegen 18 Uhr die letzte Bio-Rote über die Theke geht, fängt es zum ersten Mal zu regnen an. Bis dahin war ein riesiges Wolkenloch über dem Paulinenhof. Die Gebete der Paulinenhöfler wurden also erhört.


Sie sammeln Auslandserfahrung in Bad Herrenalb

Bad Herrenalb. Es sind die besten Schüler der Hotel Management School bei Ramallah in Palästina. Sie durften nach Bad Herrenalb reisen. Im ´Hotel am Kurpark` sammeln Marlin Deek (links im Bild) und Saji Ahwal (rechts im Bild) Auslandserfahrung für ihre zweijährige Berufsausbildung im Hotelfach.

Die beiden 17-jährigen kamen auf Einladung der Paulinenpflege Winnenden, der Eigentümerin des Bad Herrenalber First-Class-Hotels. Sie pflegt seit mehreren Jahren eine Partnerschaft mit der Hotelfachschule in Nahost. Projektleiter Günther Schmid (Bildmitte) steht den Auszubildenden als Betreuer zur Seite. Zwei Wochen lang lernen sie den Betrieb des Vier-Sterne-Hotels kennen. Dabei schauen sie nicht nur zu, sondern arbeiten mit. So erfassen sie, was in den Bereichen Verwaltung, Hauswirtschaft, Küche und Restaurant zu tun ist.

„Alle sind sehr freundlich zu uns und wir lernen viel dazu“, sagte Marlin nach ihrem Dienst im Zimmerservice im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Sie kann sich vorstellen, einmal an der Rezeption eines großen Hotels zu arbeiten. Die junge Frau ist zum ersten Mal in Europa. Ihrem Mitschüler Saji schwebt dagegen eine Position im Hotelmanagement vor. Er war bereits bei einem Griechenlandurlaub auf unserem Kontinent. „In Bad Herrenalb ist es wie im Regenwald“, sagte der junge Mann und schwärmte vom üppigen Grün unserer Landschaft.

Zwei Tage vor und nach ihrem Trainingsprogramm haben die beiden Praktikanten Gelegenheit, die Umgebung von Bad Herrenalb näher kennenzulernen. Darüber haben sie auch einen Bericht zu schreiben. Sie wollen herausfinden, was für junge Leute im Schwarzwald angeboten wird.

Dass die Altersstruktur in unserem Land eine andere ist als im Westjordanland, haben die Gäste bereits gemerkt. „In Palästina sind Zweidrittel der Menschen unter 30 Jahre alt“, erklärte Schmid, der das Partnerland durch Gegenbesuche aus eigener Anschauung kennt. Alte und behinderte Menschen seien dort kaum in die Gesellschaft integriert. Das komplett barrierefreie ´Hotel am Kurpark`, das auch Mitarbeiter mit Handicap beschäftigt, trägt da eine ganz andere Botschaft in die Welt.


Das Lernen läuft ganz nebenbei

In der Spielstadt der Bodenwaldschule der Paulinenpflege Winnenden bekommen Kinder und Jugendliche einen Einblick in das Arbeitsleben, zudem wird das soziale Miteinander gestärkt. Die "Stuttgarter Zeitung" hat hinter die Kulissen geschaut. Sie können den Bericht hier downloaden!


Die Ausbildung von hörgeschädigten Menschen zum Altenpfleger - ein Bericht in der Deutschen Gehörlosenzeitung

„Jeden Tag habe ich ein schönes Erlebnis mit meinen Bewohnern. Besonders Spaß macht es mir, mit einer an Demenz erkrankten Bewohnerin ein Gespräch zu organisieren. Sie lebt in ihrer Fantasiewelt, und wir lachen oft zusammen“, so berichtet die angehende Altenpflegerin Martina aus ihrer Arbeit im Seniorenheim. Die Achtzehnjährige hat eine Hörbehinderung. Deshalb absolviert sie ihre Ausbildung in der diakonischen Einrichtung Paulinenpflege. Die Paulinenpflege in Winnenden – 30 Kilometer nordöstlich von Stuttgart – bietet über dreißig Berufsausbildungen für junge Menschen mit Hör- oder Sprachbehinderung an.

Lesen Sie hier den ausführlichen Erfahrungsbericht!


Musik hilft taubblinden Menschen der Paulinenpflege Winnenden

Scheckübergabe aus dem Benefizkonzert der Bläserphilharmonie Rems-Murr e.V.

Für die taubblinden Menschen der Paulinenpflege Winnenden gab es nun einen freudigen Anlass. Der Erlös aus dem Wohltätigkeitskonzert der Bläserphilharmonie Rems-Murr e.V. im Backnanger Bürgerhaus konnte vor Ort übergeben werden. Die stolze Summe von 1.200 Euro kam bei dem Konzert Ende März zusammen.

Mit dem Geld wird die Taubblindenarbeit direkt unterstützt. Unter anderem werden darüber Kurse für Mitarbeiter in der Tastsprache Lormen, im taktilen Gebärden und in der Blindenschrift Braille finanziert. Ein spezielles Orientierungs- und Mobilitätstraining ermöglicht den Menschen sich freier zu bewegen und zu recht zu finden. Aber auch technische Hilfsmittel wie starke Lupen und besondere Lichtquellen sowie die spezielle Ausstattung erleichtern dann den Alltag in der Wohngruppe. Das Haus wurde vor einem Jahr neu konzipiert und eingerichtet. Farbige Türen, abgesetzte Kanten, fühlbare Beschriftungen der Zimmer, mindestens eine anwesende Betreuerin bzw. Betreuer und genaue Regeln (rechts laufen, Fenster nur gekippt …) sind Grundzüge für ein sicheres Miteinander der Bewohnerinnen und Bewohner. Es ermöglicht Menschen, denen die Sinne Hören und Sehen fehlen bzw. stark eingeschränkt sind, ein weitgehend selbständiges Leben und die Teilhabe an der Gesellschaft. Die Begleitung ist dabei sehr aufwendig und benötigt ständig personelle und finanzielle Unterstützung, die über Spenden erst möglich wird.

Auf dem Bild freuen sich Andrea Spinner und Heike Meier vom Vorstand der Bläserphilharmonie Rems-Murr mit Sigrid Andrä, Leiterin der Taubblindenarbeit der Paulinenpflege Winnenden, über den Erlös aus dem Wohltätigkeitskonzert. Sie konnten sich in der Wohngruppe für taubblinde Menschen über die vielschichtige Arbeit und Ausstattung informieren. Im Gegenzug gab es eine Einladung für die taubblinden Menschen zur Probe des Orchesters unter dem Motto „Musik zum Fühlen“. Dann können die Töne und der Rhythmus über die Schwingungen an den Instrumenten erlebt werden.


Vergangenheitsforschung

In den letzten Monaten wurden zahlreiche Fälle von Misshandlungen an Kindern und Jugendlichen in Heimschulen und Internaten in den 50-er bis 70-er Jahren bekannt. In der Paulinenpflege sind solche Vorfälle heute weder bekannt noch aktenkundig.

Da auch in der Paulinenpflege damals Kinder und Jugendliche untergebracht waren, wäre es im Prinzip möglich, dass es Derartiges auch bei uns gegeben haben könnte. Wir hoffen sehr, dass alle früheren Mitarbeiter/innen der Paulinenpflege verantwortungsvoll mit den ihnen anvertrauten Kindern und Jugendlichen umgegangen sind. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die heutigen Mitarbeiter/innen sowie die heutige Leitung der Paulinenpflege nicht über alles informiert sind, was sich vor Jahrzehnten in unseren Einrichtungen ereignet hat.

Sollte es derartige Vorkommnisse auch bei uns gegeben haben, wäre es uns sehr wichtig, dies zu erfahren!

Wir bitten daher alle, die in den 50er bis 70er Jahren in der Paulinenpflege lebten und etwas über Misshandlungen oder sexuellen Missbrauch mitbekommen oder erfahren haben, sich bei uns zu melden. Mitteilungen werden, wenn gewünscht, auch anonym entgegengenommen.

Kontaktmöglichkeiten:

Telefon: 07195 695 7777
Mo – Do 8.30 – 12.00 und 13.30 – 17.00
Fr 8.30 – 12.00
Eingeschränkte Erreichbarkeit während der Schulferien

Fax; 07195 695 1124

E-mail: nachgefragt@paulinenpflege.de

Per Post: Paulinenpflege Winnenden
Vergangenheitsforschung/Archiv
Ringstr. 106
71364 Winnenden

 

Zudem gibt es auch die Möglichkeit sich an die Kommission gegen sexuellen Missbrauch in Kirche und Diakonie der Evang. Landeskirche Württemberg zu wenden:

Kirchenrätin Veronika Bohnet
Theologische Assistentin des Landesbischofs
Gänsheidestr. 4
70184 Stuttgart
Tel. 0711 2149-386
Fax 0711 2149-470
veronika.bohnet@elk-wue.de

oder:

Ingrid Scholz, Abt. Familie, Kinder- und Jugendhilfe
Diakonisches Werk Württemberg
Heilbronner Str. 180
70191 Stuttgart
Tel. 0711 1656-231
Fax 0711 165649-231
scholz.i@diakonie-wuerttemberg.de


Artikel aus Stuttgarter ZeitungTag für Tag wird der Alltag geübt

Winnenden
Die Wohngemeinschaft Wolga der Paulinenpflege bringt Autisten Schritt für Schritt auf den Weg zu mehr Selbstständigkeit.

Sieben Namensschilder kleben am Briefkasten neben der Eingangstür. Ganz klar: in diesem Haus lebt eine Wohngemeinschaft. Küche, Badezimmer, Toilette, der Gemeinschaftsraum mit geblümten Vorhängen am Fenster und einer bunten Decke auf dem großen Tisch, die sieben Einzelzimmer – alles ganz normal. Erst der zweite Blick offenbart, dass es sich nicht um eine x-beliebige WG handelt, die im schmucken Haus in der Winnender Innenstadt wohnt:AmTelefon hängt ein Zettel, darauf stehen drei Fragen: „Wie heiße ich?Wo bin ich?Was ist passiert?“ Auf den Stühlen, die rund um den Küchentisch stehen, kleben dieNamender Bewohner. Giustino ist einer davon. Im Sommer 2008 hat der 23-Jährige, der nicht spricht, sondern mit seinerUmwelt mittels einer ausgemusterten Computertastatur kommuniziert, seinZimmer in derWolga bezogen ...

... hier der komplette Artikel (PDF, 166KB)
von Annette Clauß, Stuttgarter Zeitung, 23.03.2010


Luca ist nicht perfekt, genauso wie Basti

Tiergestützte Pädagogik im Jugendhilfeverbund der Paulinenpflege stärkt Selbstbewusstsein von Kindern

Es geht rund in der Wohngruppe „Haus 14“ des Jugendhilfeverbunds der Paulinenpflege in Winnenden-Schelmenholz. Acht Jungs im Alter von 11 bis 16 Jahren haben dort ihre Heimat gefunden und fühlen sich sichtlich wohl. Der ruhende Pol ist neben dem Mitarbeiterteam ein Vierbeiner: Luca liegt vom Lärm unberührt in einer Wohnzimmerecke, er gehört einer der Jugend- und Heimerzieherinnen im Jugendhilfeverbund, Marita Röse.

Und Luca ist ein ganz besonderer Hund: Der Labrador hat mit Frauchen nämlich eine Ausbildung in einer Hundeschule in der Eifel hinter sich. Seitdem kann Marita Röse dem Jugendhilfeverbund tiergestützte Pädagogik anbieten. Einer, der in den Genuss dieses Angebots kommt, ist Basti, er ist 12 Jahre alt und wohnt auch in Haus 14. Was auf den ersten Blick wie Spielerei aussieht, ist für einige Kinder im Jugendhilfeverbund ein wichtiges Zusatzangebot, das vom Jugendamt als individuelle Zusatzleistung finanziert wird. So ist z.B. Basti einmal pro Woche zwei Stunden mit Luca und Marita Röse unterwegs. Manchmal nur in der Nähe der Wohngruppe im Schelmenholz, oft wird die tiergestützte Pädagogik auch unbemerkt in das Laufen mit Hund in der freien Natur eingebaut.

Das Miteinander zwischen Jugendlichem und Hund soll bei Basti die Empathie fördern, Selbstvertrauen schaffen und zu einer Sprachverbesserung führen. „Basti hat durch die Kommandos, die er Luca gibt, gelernt, langsamer und deutlicher zu sprechen. Tut er dies nicht, reagiert der Hund nicht. So wird die Aussprache von Basti sofort automatisch kontrolliert. Für Basti ist dies ein großer Ansporn“, erzählt Marita Röse. Genauso gehört im Umgang mit Luca dazu, zu lernen, Grenzen zu setzen, auch mal „nein“ zu sagen und konsequent an einer Sache dranzubleiben. „Sonst tanzt uns Luca auf der Nase rum, gell Basti?!“ und schon stibitzt der Labrador unaufgefordert ein Frisbee aus Bastis Hand.

Wichtig ist für die Kids, mit denen Hund und Heimerzieherin arbeitet, vor allem aber zu sehen, dass Luca nicht perfekt ist. Er hat trotz Ausbildung Ecken und Kanten und kleine Macken – genauso wie die Kids auch. Dazu sagt Marita Röse: „Keiner kann perfekt sein und trotzdem sind wir wertvoll und können unser Leben meistern.“ Wenn das die Jugendlichen aus dem Jugendhilfeverbund, die vielfach aus sehr schwierigen familiären Verhältnissen kommen, im Umgang mit Luca merken, dann hat die tiergestützte Pädagogik schon sehr viel erreicht. Genauso erfahren sie beim Hund Zuneigung und dass es auch Kuscheln ohne böse Übergriffe geben kann.

Speziell bei Basti ist Luca auch ein Brückenbauer zwischen ihm und den anderen Mitbewohnern aus seiner Gruppe, staunend sehen die ihm sonst überlegenen Jugendlichen zu, wie der große Hund dem kleinen Basti gehorcht und gemeinsam mit ihm kleine Kunststückchen macht. Früher war Luca immer in Haus 14, seit Marita Röse in ein anderes Arbeitsgebiet innerhalb des Jugendhilfeverbunds gewechselt ist, ist Luca nur noch zu den tiergestützten Pädagogikstunden dort. Für Basti sind das Sternstunden in seinem Alltag, in dem er erlebt: Kleiner Bub mit Hund - ganz groß!


Taubblinder Bewohner der Paulinenpflege Winnenden im Kirchenfernsehen

Marc ist taubblind und lebt und arbeitet in der Paulinenpflege Winnenden. Er kann weder hören noch sehen. Dennoch ist er sehr lebensfroh und immer mittendrin statt nur dabei. Davon hat sich in den letzten Tagen auch das Kirchenfernsehen überzeugt. Den Beitrag über Marcs Alltag können Sie hier anschauen!

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