• Auszubildender in der Druckerei mit Ausdruck

Ausbildung für Jugendliche mit Hör- und Sprachbehinderung

Eine Berufsausbildung nimmt einen wichtigen Platz in der Lebens- und Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen ein. Oft werden hier die Weichen für das restliche (Arbeits-)Leben gestellt. Deshalb bieten wir jungen Menschen mit einer Hör- und Sprachbehinderung die bestmögliche Unterstützung, um diesen Lebensabschnitt zu meistern.

Dafür sorgen wir mit unserem BvB  bzw. einer Ausbildung in unserer modern ausgestatteten Arbeitsumgebung, der VAmB, und der Unterstützung bei der Ausbildung in Betrieben vor Ort (BIBS).

Bei einem Schnupperpraktikum können Schüler*innen mit einer Hör- und Sprachbehinderung eine Woche lang in unser BBW und verschiedene Berufsfelder reinschnuppern.

Das Berufsbildungswerk verfügt über eigene Gebärdensprachdolmetscherinnen. Sie werden bei Bedarf in Einzelgesprächen und Veranstaltungen aktiv.

Unsere Ausbildungsberufe:

Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB)

Die BvB bietet Jugendlichen mit dem Förderbedarf Hören, Sprache und Kommunikation die Möglichkeit, verschiedene Berufe über mehrere Wochen auszuprobieren. Junge Menschen, die noch nicht wissen, welchen Beruf sie in ihrer Zukunft ausüben wollen, können herausfinden, welche Arbeit ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Die Maßnahme findet für Jugendliche mit Hör- und Sprachbehinderung in Winnenden statt. Heimatnahe Betriebspraktika sind möglich.

In der Regel besteht die BvB aus drei Phasen:

1. Ankommensphase und Kompetenzanalyse

Die Teilnehmenden lernen das BBW und seine Berufsfelder kennen. Dabei werden individuelle Stärken ermittelt und erste Förderschwerpunkte gesetzt.

2. Phase der Berufsorientierung

Hier werden die Ergebnisse der Kompetenzanalyse mit den Erprobungsinteressen der jungen Menschen zusammengeführt und in einem individuellem Qualifizierungsplan festgehalten. Anschließend arbeiten sie über mehrere Wochen in den ausgewählten Berufsfeldern und werden dabei in beruflichen Kompetenzen gefördert.

3. Phase der berufsspezifischen Qualifizierung

Nach der Berufswahlentscheidung  werden die individuellen und beruflichen Kompetenzen einer Vertiefungsphase weiterentwickelt. Das Ziel ist ein Übergang in eine Ausbildung. Wenn eine Ausbildung nicht möglich ist, soll eine Qualifizierung in einem Berufsfeld für die Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt stattfinden oder eine passende Anschlussmaßnahme erarbeitet werden.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann während der BvB auch der Hauptschulabschluss nachgeholt werden. Bei Bedarf wird außerschulischer Stütz- und Förderunterricht angeboten. Die Maßnahme dauert in der Regel 12 Monate und kann in Absprache mit den Kostenträgern auf 24 Monate verlängert werden. Offizieller Beginn ist immer im August oder September. Ein Einstieg in die BvB kann jedoch ganzjährig stattfinden.

Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken (VAmB)

Der Einstieg in das erste Arbeitsverhältnis ist für die Jugendlichen trotz einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung oft schwierig. Genau hier setzt die VAmB an: Die Berufsbildungswerke und Unternehmen arbeiten eng zusammen und ermöglichen eine mindestens sechsmonatige praktische Ausbildung direkt in den Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts. Sowohl die hör- und sprachebehinderten Jugendlichen als auch die Unternehmen werden während dieser Zeit durch die Berufsbildungswerke unterstützt.

Die Verzahnte Ausbildung mit Berufsbildungswerken ist ein Beitrag zur Inklusion behinderter Menschen in die Gesellschaft – so auch bei der Paulinenpflege mit unserem Berufsbildungswerk Winnenden. Die Betriebsnähe kommt den Jugendlichen zugute und erhöht ihre Chancen, nach der Ausbildung einen Arbeitsplatz zu finden. Die Räder Berufsbildungswerk und Unternehmen greifen perfekt ineinander, sodass alle von dieser Kooperation profitieren.

Alle Informationen zur VAmB gibt es hier:

BBW Infos VAmB

Arbeitserprobungen

Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der Berufsberatung des Arbeitsamts können Jugendliche mit einer Hör-/Sprachbehinderung eine mehrwöchige Arbeitserprobung im angestrebten Berufsfeld absolvieren. Dabei können sie in den Wohnangeboten des BBW Winnenden wohnen und in den Ausbildungswerkstätten intensiv erproben, ob ihnen ihr Wunschberuf Freude macht.

Die Ausbildungsmeister*innen beurteilen Fähigkeiten und Belastbarkeit der Jugendlichen und geben qualifizierte Rückmeldungen für die weitere Berufswahl. Zusätzlich findet ein Schultest und ein Gespräch mit dem Psychologischen Dienst statt.

Ausbildung im Betrieb mit Unterstützung des BBW Winnenden

Unser BBW ist keinesfalls abgetrennt vom echten Alltag in den Betrieben: Mit der Unterstützung der Abteilung BIBS haben Jugendliche auch Ausbildungsmöglichkeiten in Firmen der freien Wirtschaft.

Schnupperpraktikum für Schulklassen

Um Schüler*innen mit Hör- und Sprachbehinderung bei der Berufsorientierung zu unterstützen, bieten wir ein Schnupperpraktikum für die Schulklassen 8 und 9 an. Dabei erhalten die Jugendlichen Einblicke in zwei Berufsfelder und das Leben & Lernen in einem Berufsbildungswerk für Jugendliche mit Hör- und Sprachbehinderung.

In der Regel dauert der Aufenthalt eine Woche (Anreise montags, Abreise freitags). In unseren Werkstätten wird gearbeitet, in einer Wohngruppe der Internaten gewohnt. Für die Begleitpersonen steht üblicherweise ein Zimmer auf der Wohngruppe zur Verfügung. Für das Schnupperpraktikum ist der Zeitraum von Ende November bis Mitte Mai vorgesehen. Der genaue Termin wird vorher in Absprache mit dem BBW-Fachbereichskoordinator festgelegt. Ein umfangreiches Freizeitangebot steht ebenfalls zur Verfügung. Für die Begleitpersonen haben wir ein interessantes Programm zusammengestellt, welches die Möglichkeit bietet, alle unsere Angebote kennenzulernen. Bitte melden Sie sich nach der Terminabsprache mit dem Kontaktformular an.

Was lernen die Schüler*innen?

  • einen 8-Stunden-Tag kennen und durchhalten
  • das Arbeiten in einer Werkstatt (zwei Berufsfelder)
  • sich in einer fremden Wohn- und Lebenssituation zurechtzufinden
  • mit fremden Menschen zu kommunizieren
  • sich in einem anderen Lebensfeld zu bewegen
  • andere, ältere Jugendliche mit Hör- und Sprachbehinderung kennen

Wir freuen uns sehr auf ein gutes und erfolgreiches Zusammenwirken. Damit alles reibungslos verläuft, haben wir noch einige Infos zum Schnupperpraktikum zusammengestellt:

Schnupper-Tipps

Kontakt

Gelber Farbklecks als Hintergrund

Neuaufnahmen/Leitung Fachdienste
Hartmut Windmüller
Telefon: 07195 695-2220
Fax: 07195 695-2232
hartmut.windmueller@paulinenpflege.de

BIBS
Matthias Dettenberg
Telefon: 07195 695-2224
Mobil: 0151 14864753
matthias.dettenberg@paulinenpflege.de

Schnupperpraktikum:
Fachbereichskoordinator
Mario Voith
Telefon: 07195 695-2203
Fax: 07195 695-2232
mario.voith@paulinenpflege.de

BvB und Arbeitserprobungen
Regina Weichert
Telefon 07195 695-2221
regina.weichert@paulinenpflege.de

Kontakt
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