BBW-Fachbereichskoordinator Mario Voith war vor Ort und berichtet (fast) live:
Was für ein Abend in der Sporthalle des Berufsbildungswerk Winnenden: Mehrere hundert Zuschauer, dicht gedrängt am Spielfeldrand, feuerten die Teams lautstark an und erlebten ein inklusives Basketball-Event, das lange in Erinnerung bleiben wird.
Auf dem Feld standen die Winnenden Hornets der Paulinenpflege Winnenden – Jugendliche aus den Internaten des Campus Linsenhalde, also Schüler*innen aus der Schule beim Jakobsweg sowie Azubis aus dem BBW. Ihnen gegenüber: Die U16 des TV Marbach, ein Landesligist und absolute Top-Mannschaft.
Und die Hornets? Die lieferten.
Von Beginn an entwickelte sich in Winnenden ein Spiel auf Augenhöhe. Spektakuläre Aktionen, knallharte Dreier, starke Drives zum Korb – und vor allem: Jeder kam zum Zug, jeder scorte. Zur Halbzeit stand es verdient 36:36. In diesem Moment war klar: Hier geht es um weit mehr als nur Punkte.
Nicht nur auf dem Feld: Auch der Bereich Freizeithaus, der die Bewirtung übernommen hatte, wurde seinem Ruf gerecht. Die Hotdogs gingen weg wie nichts – so sehr, dass bereits zur Halbzeit fast alles ausverkauft war und kurzerhand nachgekauft werden musste. Dazu Getränke, ein DJ für beste Stimmung und ein Publikum, das die Halle in Winnenden zum Beben brachte.
Ein echtes Highlight war das gemeinsame Warm-up: In gemischten Gruppen trainierten die Jugendlichen unter Anleitung der Trainer des TV Marbach und der eigenen Coaches. Die Coaches Ben und Stefan aus Marbach brachten sich intensiv ein und coachten die Hornets mit großem Engagement. Coach Ben unterstütze sogar kurzerhand das Team der Hornets und coachte mit vollem Einsatz bis Spielschluss.
Auch organisatorisch war das Event in Winnenden hervorragend aufgestellt: Mit Ref Olli, Nachwuchs-Ref Jonas und Christoph Kugel (Lehrer an der Berufsschule am BBW) stellten die Marbacher offizielle Schiedsrichter des Deutschen Basketballbundes – und sorgten damit für einen durchweg professionellen Rahmen.
Ein großer Dank geht an die Organisatoren Stefan und Marcel, die – stilecht in ihren legendären Glitzerhemden – nicht nur für einen reibungslosen Ablauf sorgten, sondern auch für den einen oder anderen Schmunzler.
Ein weiteres starkes Zeichen setzte die Unterstützung rund um das Event: Der Sportkreis Rems-Murr beteiligte sich mit einer Spende in Höhe von 300 Euro an der Finanzierung der Erinnerungsschals. Der darüber hinausgehende Restbetrag wurde von der Firma Lochmann Berufsbekleidung aus Backnang als Partner übernommen, die zudem auch die Schals gefertigt hat. So konnten für alle Beteiligten Erinnerungsschals mit Datum, Paarung und Logos realisiert werden.
Was bleibt, ist mehr als ein Spiel: Jugendliche aus dem Autismus-Spektrum, mit Hörschädigung und weiteren Unterstützungsbedarfen standen gemeinsam mit anderen auf dem Feld – und zeigten eindrucksvoll, wie gut das funktioniert.
Das Endergebnis von 62:51 für den TV Marbach spielte am Ende keine Rolle. Natürlich haben die Marbacher ihre Klasse gezeigt – aber genau das ist der Punkt: An diesem Abend in Winnenden waren alle Sieger.
Basketball hat an diesem Abend genau das getan, was Sport leisten kann: Verbindung schaffen, Barrieren abbauen und Brücken schlagen.
















