„Das war toll mit dem Improvisationstheater Stuttgart – die Schauspielerinnen wurden einfach spontan in Situationen geschmissen. Das ist so wie es uns im richtigen Leben auch geht“, fasst eine Schülerin den Auftakt des Präventionstags „Selbstbewusst“ in unserer Schule beim Jakobsweg perfekt zusammen. Und nicht nur das Impro-Theater war für die Schülerinnen und Schüler beeindruckend. Danach gab’s nämlich über 20 Workshops, um die Jugendlichen mit Behinderung zu informieren und gegen sexualisierte Gewalt zu stärken, da laut des Forschungsprojekts DigGaH gerade Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung besonders stark dieser Gewalt im Internet ausgesetzt sind.
„Wir wollten diesen Tag kreativ, vielfältig und ohne erhobenen Zeigefinger umsetzen“, so Schulsozialarbeiterin Laura Friedrich, die den Tag gemeinsam mit dem Präventionsteam der Schule und dem Sexualpädagogischen Fachdienst organisiert hat. Und das ist voll und ganz gelungen: Egal, ob in der Sporthalle „mein Wunschzuhause“ als eigener Schutzraum gebaut, Selbstbehauptung ganz praktisch eingeübt, ein Nein-Film erstellt oder in Gebärdensprache über Prävention von sexuellem Missbrauch gesprochen bzw. von der Polizei über „mein digitales Ich“ aufgeklärt wurde – überall waren die rund 175 anwesenden Schüler*innen interessiert und motiviert dabei. Dafür haben u.a. die Referentinnen und Referenten von innerhalb und außerhalb der Paulinenpflege gesorgt. Neben sehr intimen Themen wie Verhütung, Grenzlinien oder sexuelle Vielfalt gab es auch niedrigschwelligere Angebote wie Selbstbewusst-Ausmalbilder oder einen Backworkshop: „Meine Grenzen, meine Pizza“. Somit war niemand über- oder unterfordert.
„Wir wollten für Jede und Jeden etwas Passendes anbieten. Obwohl sich im Vorfeld auch einige Jugendliche etwas weniger begeistert vom Thema gezeigt haben, ist es doch gelungen, fast alle dafür zu gewinnen“, freut sich Laura Friedrich.
„Es war ein richtiges Mammutprojekt für die Vorbereitenden. Alle Beteiligten waren unermüdlich im Einsatz, bis alles stand. Danke dafür! Die positiven Rückmeldungen zeigen, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Der Tag war inhaltlich so bunt und vielfältig wie wir es als Schule beim Jakobsweg auch sind. Wir haben von vielen Jugendlichen ebenso von den Referentinnen und Referenten viele tolle Rückmeldungen bekommen. Daher werden wir auch zukünftig an diesem wirklich wichtigen Thema dranbleiben“, so die stellvertretende Schulleiterin Corinna Schuster.
Weitere Infos zum Forschungsprojekt DigGaH (Digitaler Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendlichen mit Hörbehinderung), das den Anstoß zum Präventionstag gegeben hat, klicken Sie im Internet: www.projekt-diggah.de
















