„Ich war von Anfang an Teil des Teams und erfahre soviel Wertschätzung als Freiwilligendienstleistender hier im Berufsbildungswerk Winnenden“, freut sich Paul Klöpfer. Seit acht Monaten unterstützt der 20-jährige Leutenbacher in unserer E-Commerce-Ausbildung unsere Kollegen Laura Asmus und Andreas Mehl und natürlich die Azubis aus dem Autismus-Spektrum. „Es ist sehr hilfreich, dass ich fast gleich alt bin wie die Auszubildenden, somit bin ich auch ein Vermittler zwischen ihnen und den Ausbildern. Manchmal kommen sie mit einer Idee erst zu mir und fragen mich, ob sie das so machen und den Ausbildern vorschlagen können. Für sie bin ich sowas wie eine Stütze oder Motivator“, sagt Paul.
Mehr Spannendes Paul und den Freiwilligendienst in der Paulinenpflege erfahren Sie hier im Interview:
Wie bist Du auf die Idee gekommen, bei uns einen Freiwilligendienst zu absolvieren?
Nach der Schule wollte ich einfach mal ein Jahr Pause machen und wusste auch noch nicht, wohin die Reise nach dem Abi hingeht. Da ich aus Leutenbach komme, wusste ich, dass es die Paulinenpflege gibt. Zudem hat mein Kumpel seinen Freiwilligendienst auch in der Paulinenpflege gemacht. Mich haben dann seine guten Erfahrungen beeindruckt. Da mich auch schon immer Technik interessiert hat, haben mich die Werkstätten des BBW Winnenden sehr angesprochen. Daraufhin habe ich angefragt, ob man auch hier ein FSJ machen kann. Kurz darauf durfte ich einen Hospitationstag in der E-Commerce-Werkstatt machen und es hat einfach gepasst.
Wie sieht dein Alltag beim FSJ in E-Commerce aus?
Mein Alltag ist jeden Tag anders. Mal darf ich bei Instagram @paulinenshop mit den Azubis neue Trends setzen und hoffen, dass unsere Videos viral gehen 😉
Am nächsten Tag darf ich eine ERP (Software zur zentralen Steuerung und Automatisierung von Geschäftsprozessen wie Produktion, Einkauf, Lager, Vertrieb und Finanzbuchhaltung) aufbauen helfen und zum Beispiel die Jordanien Produkte in den Shop einpflegen. (Anmerkung der Redaktion: Einfach mal reinklicken bei www.paulinenshop.de )
Und ich gebe auch mal eine Schulung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Berufsvorbereitenden Maßnahmen, bei denen die Azubis meist ganz interessiert zu hören. Dabei lernen wir gemeinsam etwas – das ist toll. Also wie man sieht: Jeder Tag ist bunt und macht unglaublich viel Spaß.
Was ist das Besondere an deinem FSJ bzw. was macht dein FSJ so besonders?
An erster Stelle würde ich sagen, die Teilnehmerinnen, Teilnehmer und Azubis machen die Arbeit besonders. Ich hatte davor nicht wirklich mit Menschen aus dem Autismus-Spektrum oder mit Hörbehinderung großen Kontakt.
Die Arbeit ist jeden Tag etwas Besonderes. Die Jugendlichen nehmen einen so wie man ist ohne großen Hintergedanken. Klar gibt es auch anstrengende Tage, weil man eben mit Menschen mit allen Ecken und Kanten arbeitet, aber das gibt es in jedem Beruf.
Wenn ich zum Beispiel bei meiner Oma von meiner Arbeit erzähle, sage ich immer gerne, dass ich für die Azubis oder wie ich auch manchmal in meiner Freizeit sage “meine Jungs” wie eine Stütze bin. Dazu kommt, dass man von der Position her ein bisschen zwischen Azubi und Ausbilder steht und auch irgendwie einen anderen Bezug zu den Azubis hat.
Ich wurde schon am Anfang des FSJ von allen hier im Berufsbildungswerk und besonders in meiner Werkstatt sehr herzlich und einfach toll aufgenommen.
Ich fühle mich seit Tag 1 super wohl.
Könntest du dir vorstellen, später auch mal in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung oder auch gerade hier im Berufsbildungswerk Winnenden zu arbeiten?
Ja auf jeden Fall! Mir macht die Arbeit hier unglaublich viel Spaß und ich komme super gerne in die Arbeit. Ich lerne nach dem Freiwilligendienst einen Handwerksberuf und könnte mir durchaus vorstellen, irgendwann hier zu arbeiten.
Was war bisher das schönste Erlebnis in Deinem Freiwilligendienst?
Schwer zu sagen – eigentlich ist jeder Tag ein schönes Erlebnis 🙂
Da fällt mir ein: Ich musste mal mit einem Azubi beim Stuttgarter Fernsehturm so kleine Fernsehtürme ausliefern, die im Berufsbildungswerk Winnenden gebaut wurden. Dann hab ich dort gefragt, ob ich mit dem Azubi kurz rauf auf die Aussichtsfläche darf. Er hat zum ersten Mal Stuttgart von oben gesehen. Das war wirklich ein sehr schönes Erlebnis, das auch bei mir hängen bleibt. Oder: Als ich auf einem Seminar war, haben die Jugendlichen bei den Ausbildern gefragt, wo ich bin und wann ich wieder komme. Sie haben mich wohl vermisst. Das ging runter wie Öl.
Es gab sicherlich in deinem FSJ auch nicht so tolle Tage. Wie bist du damit umgegangen?
Ja, es gab schon die eine oder andere Situation, wo es ein bisschen brenzlich wurde. Ich hatte die Möglichkeit, in meinem Team super viel darüber zu sprechen, um mir auch Tipps abzuholen, wie die Ausbilder mit solchen Situationen umgehen. Auch wenn es schwierige Tage gab und sicherlich noch geben wird, bin ich trotzdem super dankbar, dass ich auch diese miterleben darf, denn auch ich persönlich wachse daran und lerne mit schwierigen Situationen umzugehen.
Es macht die Paulinenpflege auch aus, dass auch ich bei schwierigen Lebensfragen unterstützt werde und jederzeit zu den Kollegen gehen kann. Das hat mir viel geholfen und ich hatte auch super Gespräche, welche mir verschiedene Blickwinkel für Themen gegeben haben.
Was würdest du anders machen, wenn du nochmal starten würdest?
Ich glaube gar nicht so viel 😉 Siehe was ich bisher gesagt habe…
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